Vortrag zur Eröffnungsausstellung

 

 

von Herbert Langenohl

in der Galerie Langenohl, Meinerzhagen am 24.09.2006

Meine Damen und Herren, Sie waren vielleicht etwas erstaunt, als Sie die Einladung zu dieser Galerie- und Ausstellungseröffnung lasen und feststellten, dass zur Ausstellungseröffnung nicht stand: „Einführung in die Bilder von Herbert Langenohl durch…“, oder Ähnliches, sondern angekündigt wird, dass ich zu dem Thema „Kunst und Spiritualität“ sprechen will.

Dabei soll es aber auch um meine Bilder gehen. Ich werde versuchen verständlich zu machen, wie ich zu den heutigen weißen Quadratbildern gekommen bin, die Sie dort drüben sehen.

Ich werde einzelne Bilder zum Ausgangspunkt nehmen, um für mich wichtige Aspekte zum Thema Kunst und Spiritualität darzustellen.

 

„Froschkönig“ (1974)

 

Einige meiner ersten Bilder waren von Volksmärchen inspiriert. Dieses entstand etwa Ostern 1974. Zunächst tauchten in meiner Vorstellung wie von selbst Brunnensteine und ein Brunnen auf und daraus entfaltete sich im Bruchteil von Sekunden das ganze Bild. Auch der rot-gelb gestreifte Himmel war von Anfang an da und keine Konstruktion aus irgendwelchen Überlegungen heraus.

Das Bild kann die Situation des Menschen symbolisieren wie er aus dem Unbewussten auftaucht und noch etwas benommen vor einer noch sehr undifferenzierten seelischen Landschaft sitzt. Vor ihm liegt die ganze Masse der grünen Hügel. Der rot-gelb gestreifte Himmel scheint mir die Ahnung des sich bewusst werdenden Menschen von einer jenseitigen, transzendenten Welt zu sein, wenn auch noch sehr undifferenziert. Das Jenseitige ist durch die geometrische Form der geraden Streifen ausgedrückt, denn so sieht ja kein normaler Himmel aus.

Als ich mit 17 Jahren im Alkohol unterzugehen drohte, bin ich aus einer tiefen Sehnsucht heraus sozusagen ausgestiegen und in ein strenges Ordensinternat gegangen. Nach sechs Jahren – nach dem Abitur – bin ich dann in den Orden eingetreten. Weil mir das Leben in diesem Kloster als nichts Halbes und nichts Ganzes vorkam, stand ich vor der Alternative, in einen strengeren kontemplativen Orden zu wechseln – ich dachte damals an den Trapistenorden – oder aber wie jeder normale Mensch in unserer Gesellschaft zu leben, um in der heutigen Gesellschaft zu versuchen das zu verwirklichen, was mir religiös wichtig war. Letztere Möglichkeit habe ich gewählt. Zunächst habe ich unabhängig von einem Orden oder einem Bischof Theologie studiert.

Warum erzähle ich das?

Es geht immer um meine eigenen Erfahrungen. Im Leben und später auch in der Kunst. Kunst ist ein Ausdruck der ganzen Persönlichkeit mit ihrem – oft auch unbewusst beleibendem Hintergrund.

Durch viele Irrungen und Wirrungen hindurch bin ich seit damals zu der Überzeugung gekommenen, dass jeder Mensch in sich das Göttliche ganz natürlich erfahren kann. Das ist auch die Überzeugung aller großen Religionen. Im Hinduismus ist es Atman, der als das Göttliche in uns ist und von den verdeckenden Schichten befreit werden muss, im Buddhismus ist es die Buddhanatur in allen Wesen, im Islam ist es Allah, den der Gläubige in der Hingabe erfährt und im Christentum der kosmische Christus in allem.

Wie der Apostel Paulus sagt: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir.“ Jeder hat das göttliche Funkelin, das göttliche Fünklein in sich, wie der vielleicht bedeutendste Mystiker des Abendlandes, Meister Eckehard, gesagt hat. Auf dieser Überzeugung fußen meine weiteren Ausführungen.

Bevor ich zum zweiten Bild komme, möchte ich noch Ihre Aufmerksamkeit auf den Rahmen des Bildes lenken. Die Rahmen gehören bei mir von Anfang an zum Bild dazu und spielen bei der weiteren Entwicklung eine große Rolle. Hier sind es das Schwarz und das Weiß, die dem Bild eine besondere Stimmung geben.

Ich möchte Ihnen nun ein Bild zeigen, das zwar sehr viel später entstanden ist, aber hierher gehört.

 

 

„Abba, Gott, der liebende Vater“ (1999)

 

Sie sehen ein kleines weißes Haus auf einem sehr unsicheren grünen Grund. Nur durch diesen orangeroten weiten Himmel wird diese Situation wohltuend aufgefangen. Der dunkelviolette Rahmen gibt dem Ganzen etwas Feierliches. Ich habe das Bild „Gott, der liebende Vater“ genannt, weil das so meiner Erfahrung entsprach. Das Bild zeigt eine Religiosität, die sehr tröstlich ist und Generationen von Menschen getragen hat, auch wenn die Lebensbedingungen schlimm waren. Dieses Weltbild ist in der Neuzeit immer mehr verloren gegangen. Unsere heutige Welt ist von rationalem Zweckdenken bestimmt und die Verstandesebene beherrscht die heutigen westlichen Gesellschaften. Natürlich ist das durch die Aufklärung zur Herrschaft gekommene rationale Denken ein großer Fortschritt in der Menschheitsgeschichte und in der Entwicklung des Bewusstseins. Dieses rationale Herangehen an die Wirklichkeit war aber so erfolgreich, dass es alle anderen Bewusstseinsebenen an den Rand gedrängt hat. Zuerst wurden alle mythischen Vorstellungen, die bis heute noch weitgehend die Religiosität der Kirchen bestimmt, hinweg gefegt. Das erklärt auch zum Teil die tiefe Krise der Kirchen. Dann wurde auch die über das Rationale hinausgehende spirituelle Bewusstseinsebene ignoriert oder bekämpft. Der Bezug zur Transzendenz, zur Jenseitigkeit, ging weitgehend verloren. Das gilt für die Wissenschaft, die Philosophie, zum Teil auch für die Theologie und auch für die Kunst.

Das folgende Bild ist entstanden, nachdem ich eine Ausstellung der Künstlerin Mahalyhegyi-Witthaut in Attendorn gesehen hatte. Die sehr deprimierenden, vom Leid der Menschen geprägten Bilder – sie waren zum Teil von schwarzen Streifen wie Gitterstäbe eines Gefängnisses durchzogen – hatten mich sehr beeindruckt. Den Erlös ihrer Bilder spendete die Künstlerin an amnesty international. Sie hat dann einige Zeit später – ich vermute auch deshalb, weil sie das Leid in der Welt nicht aushalten konnte – sich selbst umgebracht.

 

„Ecce homo“, Der gefolterte Mensch (1984)

(zu Ehren von Ina Maria Mahalyhegyi Witthaut)

 

Sie sehen hier einen gefolterten und sich in Auflösung befindenden Menschen, der im schwarzen Rahmen ausgespannt ist. Der schwarze Rahmen symbolisiert die schreckliche äußere Wirklichkeit und den Tod. Das Schreckliche des Bildes wird durch das rosa Gestirn aufgefangen. Rosa ist das durch Weiß zur Ruhe gekommene Rot. Das rosa Gestirn steht für den zeitlosen jenseitigen Frieden des zur Ruhe Kommens im Göttlichen. Wenn dieser Bezug, den das rosa Gestirn symbolisiert, aus der Wirklichkeit verschwindet, wird das Leben letzten Endes sinnlos und unerträglich.

Stellen Sie sich dieses Bild einmal ohne dieses Gestirn vor.

Das Fehlen dieses Bezuges entspricht aber unserer heutigen Bewusstseinslage. Nach und nach ist die religiöse Dimension verloren gegangen. Diese Entwicklung hat auch vor der Kunst nicht Halt gemacht. Wenn sie in große Museen gehen, stoßen sie auf Produkte, die diese Sinnlosigkeit widerspiegeln: alte, zu einem unförmigen Haufen zusammen gebastelte Kotflüge, Müll in Vitrinen gesammelt u. Ä. Oder sie stehen vor riesigen Leinwänden, vor denen kaum ein Zuschauer Lust hat stehen zu bleiben. Diese Produkte mögen die geistige Situation – vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jh. - verdeutlichen, ob man das Kunst nennen soll, ist eine Frage des Kunstbegriffes.

Das nächste Bild soll einen weiteren Schritt auf meinem spirituellen und bildnerischen Weg zeigen.

 

„Sonnenuntergang am Meer“ (1999)

 

Sie sehen hier keinen beeindruckenden Sonnenuntergang, wie sie von Titel her eigentlich erwarten können. Lediglich eine weiße Fläche und ein rosa Gestirn, das Ihnen bekannt vorkommen dürfte und einen farbigen Rahmen. Nach innen ein kräftiges Blutrot, daneben ein tiefes dunkles Grün und außen schwarz.

Zur Entstehung meiner Bilder kann ich vielleicht grundsätzlich sagen, dass ich sie in gewisser Weise finde. Meistens steigen sie in meiner Intuition auf, von selbst oder angeregt durch eine äußere Erfahrung, die sich dann verdichtet oder durchdrungen wird.

Zur Entstehung dieses Bildes muss ich eine persönliche Leidensgeschichte erzählen:

Was Sonnenuntergänge angeht, bin ich nämlich sehr gebeutelt. Meine Frau Gretel will - vor allem im Urlaub - immer Sonnenuntergänge erleben, von einer Stunde vorher bis eine Stunde nachher. Dafür müssen wir die größten Anstrengungen machen. Für mich sind Sonnenuntergänge aber eher etwas Melancholisches, bei aller faszinierenden Schönheit.

In den Herbstferien 1999 saßen wir hoch auf den Dünen in Holland am Meer in einem Sonnenuntergang. Als ich meinen eher traurigen Gefühlen auf den Grund ging, konnte ich das konkrete Gefühl und die konkrete Situation durchdringen. Von der Traurigkeit des Todes auf die Hoffnung eines Weiterlebens hin. Es entstand in mir eine rosa Sonne auf weißem Grund mit einem Rahmen aus den kräftigsten Farben des mich umgebenden Sonnenuntergangs. Damit konnte ich dann auch den Sonnenuntergang mit einer tiefen Freude auf mich wirken lassen.

Beim Einrahmen des Bildes ist dann etwas Wichtiges für die Entwicklung auch der kommenden Bilder geschehen.

Als ich das Bild in den Schattenfugenrahmen setzen wollte, schien mir das unpassend zu sein. Mir kam die Idee, den Rahmen auf das Bild zu setzen; als die äußere Wirklichkeit auf dem transzendenten Hintergrund, aus dem unsere ganze Wirklichkeit hervorgeht. Wer den Wege der Meditation geht, bei der Symbole noch eine Rolle spielen, kommt zur Kontemplation. In der Kontemplation fallen alle Gegenstände weg und nur die reine Wahrnehmung bleibt – ein Zustand, den Sie im Augenblick des Staunens erleben können, bevor der Verstand noch wieder eingesetzt hat. In diesem Zustand gewinnt die innere Wirklichkeit und das Göttliche in uns nach und nach die Oberhand. Die äußere Wirklichkeit wird als weniger real erfahren als die innere. Nach den Lehren des Buddha ist die äußere Welt, die Form, leer, sie besteht nicht aus sich selbst. Dahinter liegt die eigentliche Wirklichkeit, die nicht mehr vorstellbar ist und daher als Leere bezeichnet wird.

Der russische Künstler Malewitsch, der mit am Anfang der gegenstandslosen Kunst stand und 1913 ein schwarzes Quadrat auf weißem Grund ausstellte, bezeichnet die leere Leinwand, das Weiß als „die wirkliche, reale Verkörperung der Unendlichkeit“. Einige weitere Bilder, bei denen der Rahmen die äußere Wirklichkeit darstellt, sehen sie hier nebenan. Dieser Erfahrung entsprechend habe ich dann eine Serie von Bildern gemacht, bei denen das Bild auf einer größeren, eigentlich bis ins Unendliche reichenden Leinwand gesetzt ist. Alles wird von diesem unendlichen Grund aus bestimmt.

 

„Bild mit einer Grafik von Chagall“ (2002)

 

Dass auch die Kunst dazu gehört, soll dieser in den kleinen Rahmen gebrachte Druck eines Bildes von Chagall demonstrieren. Chagall stammt allerdings weltanschaulich aus einer älteren Zeit. Er war geprägt vom mystischen Judentum seiner Heimat in Russland. Diese Religiosität durchzieht sein ganzes Werk.

Aber das Religiöse muss nicht so unmittelbar wie bei Chagall zum Ausdruck kommen. Bei den meisten Künstlern der klassischen Moderne ist aber ein klarer religiöser Bezug nachzuweisen. Zu meinem Erstaunen fand ich sogar folgendes Zitat von Picasso: „Etwas Heiliges, das ist es. So etwas wie dieses Wort müsste man sagen können, doch die Leute würden es falsch verstehen, in einem Sinn, den es nicht hat. Man müsste sagen können, dass dieses oder jenes Gemälde ist, wie es ist, in seiner Kraft, weil es ‚von Gott berührt’ sei. Doch die Leute würden es missverstehen. Und doch kommt es der Wahrheit am nächsten.“

Kunst hat mit dem Göttlichen zu tun. Sie vermittelt einen Hauch des Göttlichen durch Schönheit, Erhabenheit und Wahrheit. Kunst ist die sinnliche Seite der Religion. Alle Religionen waren und sind mit der Kunst eng verbunden oder bedienen sich der Kunst. Religion ohne Kunst ist blutleer und degeneriert zur reinen Morallehre.

Meine Bilder der letzten Jahre sind hauptsächlich quadratische weiße Flächen mit weißen Rahmen und farbigen Quadraten.

Sie sehen sie hier in weiter Runde. Dazu einige Bemerkungen:

Sie sehen nur einen weißen Rahmen, eine weiße Fläche und farbige Quadrate. Die Quadrate sind meistens parallel zum Rahmen angeordnet. Mit einem Blick können sie das ganze Bild überschauen. Da ist nichts Spektakuläres oder Geheimnisvolles. Eher der Eindruck: „Was soll’s, eine schöne Dekoration!“.

Die meisten Menschen sind gewohnt, in einem Bild etwas mehr oder weniger Gegenständliches zu erkennen, etwas zu suchen, darüber nachzudenken und evtl. einen Bezug zum Künstler und seiner Lebenssituation und zu sich selbst herzustellen.

Bei meinen Quadratbildern können Sie wenig hineindenken. Im Gegenteil: Das Denken soll zur Ruhe kommen und zu einem kontemplativen Zustand führen.

Diese Bilder haben aber durchaus unterschiedlichen Charakter.

Bei einigen dieser Bilder können Sie einfach mit den Augen über das Bild wandern, können Bezüge zwischen Farben, Größen der Quadrate und deren Anordnung herstellen. Immer neue Farbakkorde entstehen so. Sie können – anders als beim Hören von Musik, immer neue eigene Akkorde und in eigener Geschwindigkeit bilden. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes auf einer Augenweide, auf der Sie sich frei bewegen können. Dabei wird Ihr Denken verlangsamt und es kommt zur Ruhe. Sie kommen zur gedankenfreien Wahrnehmung, zur Kontemplation. Ein Zustand der hellen Wachheit. Sie sind ganz bei sich und dem Bilde. Eine stille Freude kommt auf.

 

 

Zu Ehren von W. A. Mozart I (2006)

 

„Frühling“  (2003)

 

Einige Bilder mit nur einfarbigen Quadraten stellen eine geheime Ordnung dar, die keine bekannte Ordnung widerspiegelt, auch wenn alle Quadrate aufeinander bezogen sind. Wenn Sie sich von dieser Ordnung gefangen nehmen lassen, kommen sie in einen gedankenfreien Zustand.

 

„Komposition in Rot“ ( 2004)

 

Andere Bilder haben nur ein Quadrat. Hier können Sie nur das farbige Quadrat in seiner bestimmten Größe an einem bestimmten Ort auf der weißen Fläche auf sich wirken lassen und so zu einer inneren Konzentration und Ruhe kommen.

“Drei Tage nach Caspar David Friederich“ (2006)

 

Die meisten dieser Bilder haben einen konkreten Ausgangspunkt in der äußeren Wirklichkeit.

 

Das können bewusste Ereignisse sein, wie Erlebnisse in der Natur oder ein Lied (s. unten), die Auseinandersetzung mit einem Künstler, die Faszination durch ein einzelnes Kunstwerk oder in einer allgemeinen Stimmungslage, die nicht so genau festzumachen ist. Es schwingt immer ein Hintergrund mit, der mir nicht bewusst ist. Ein Bild steht im Kontext der ganzen Persönlichkeit mit ihrer ganzen eigenen Geschichte. Die Erfahrungen dieser Geschichte verdichten sich in einem konkreten Erlebnis. Dabei ist das ganze Spektrum des Bewusstseins – nicht nur das mythische und rationale, auch das spirituelle – mit im Spiel.

 

„Schneeglöckchen“ (2004)

 

Wir hatten einen ungewöhnlich lange Winter mit viel Schnee. Die ganze Landschaft ist schon lange weiß und manchmal grau. Das bewirkt, dass ich mich nach dem Frühling sehne und nach mehr Farbe. An unserer Hauswand habe ich gestern Schneeglöckchen kommen sehen. Das war der Ausgangspunkt des Bildes.

Das große grüne Quadrat beherrscht das Bild, wenn man das Weiß nicht mitrechnet. Es hat die Farbe des Grüns der Schneeglöckchen. Die blauen Quadrate betonen das Gefühl der Kühle und auch der noch vorhandenen Leere. Das Blau hat gleichzeitig etwas von Jenseitig-Mütterlichem, aus dem etwas heraus entsteht. Das kleine blaue Quadrat neben dem großen Grünen  vermittelt den Eindruck von Kleinheit und Ferne.

 


„Orgasmus“ (Ende Juli 2006)

 

Das Bildgeht auf eine abendliche Erfahrung zurück. Ich hatte etwas Schwierigkeiten, das Bild so zu benennen. Was haben große violette und blaue Quadrate auf weißem Grund mit einem Orgasmus zu tun?

Wir haben zwei Tendenzen in uns: Wir möchten unbewusst zurück in die Einheit mit der Mutter und wir möchten bewusst sein und über uns hinauswachsen und in einer höheren Wirklichkeit aufgehen. Die regressive Tendenz, zur Mutter,  lateinisch mater, Materia, ins Meer zurückzukehren, ist in der Farbe Blau ausgedrückt. Sie zieht uns an, aber wir fürchten uns auch davor, ähnlich wie es vielen Männern in Bezug auf Frauen geht. (87 % sollen Angst vor Frauen haben.) Die violette Farbe steht für das „Göttliche“. Es ist die Farbe des höchsten Chakras und eine wichtige liturgische Farbe. Hohe Geistliche in der katholischen Kirche tragen Violett. Auch in meinen Bildern ist Violett oft in diesem Sinne zu finden. Meistens in der oberen linken Ecke des Bildes, dem Bereich des Zur-Ruhe-Kommens im Jenseitigen. In diese Richtung  führen auch die Quadrate auf meinem Bild. Das blaue geht von der rechten unteren Ecke des Bildes aus, dem Bereich des Entstehens und des Mütterlichen. Die beiden großen blauen Quadrate stehen in der Diagonalen von links unten nach rechts oben. Sie symbolisieren den Lebensweg. Kinder richten ihre Bilder meistens so aus. Oben rechts ist die Sonne. Diese Achse wird von dem großen violetten Quadrat unterbrochen und führt nach links oben.

Im Orgasmus kann man beides erleben und nur schwer aus einander halten. Er umspannt das „Materiellste“ und das „Göttlichste“.

Auf dem weißen Untergrund lassen sich beide Tendenzen vereinen und auseinander halten.

 

Weitere Weiße Quadratbilder und erklärende Texte zu den Bildern: s. Meine weißen Quardratbilder mit farbigen Quadraten

 

Weitere Bilder der Ausstellung im Eingangsbereich

 

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